100 Stimmen zur Zukunft!

Wir haben 100 Stimmen, Perspektiven und Visionen zur Zukunft gesammelt. Schau sie dir an!

Die große Frage: Wie gestalten wir heute und in Zukunft eine Welt, in der Nachhaltigkeit selbstverständlich ist?

"Wir Menschen haben doch schon alles was es braucht um gleich viele lebenswerte Zukünfte auf unserer blauen Murmel zu bauen. Wenn wir unsere menschliche Empathie und Kreativität mit künstlicher Intelligenz und bereits existierenden Techniken - neue wie auch seit Jahrtausenden bewährte, nutzen: dann geht das klar mit dem Weltretten. Und wer soll das bezahlen wenn dauernd von den Grenzen des Wachstums die Rede ist? Naja, der Markt für regenerative Energien, Produkte ist doch noch immer in der Entwicklung, also wird er wachsen. Nur eben ohne dem Leben auf unserem Planeten zu schaden."

– Esther H.

"Nachhaltigkeit heißt für mich: Verantwortung, die Kreise zieht.

Nicht nur ökologisch – sondern vor allem zwischenmenschlich, sozial, digital und wirtschaftlich. Ich denke Systeme so, dass sie sich nicht erschöpfen, sondern tragen: im Pflegealltag, im Demenzprojekt, im Umgang mit KI – und in meiner Vorstellung von Wirtschaft als lebendigem, zirkulärem Organismus. Ich glaube an Prinzipien, die auf Verbindung statt Verschleiß setzen – auf Weitergabe, Gemeinschaft und generationsübergreifende Verantwortung. Meine Projekte sollen nicht beeindrucken, sondern Bestand haben. Für mich. Für andere. Für morgen.

Nachhaltigkeit heißt für mich auch: der eigenen Erschöpfung mit Achtsamkeit zu begegnen. Und Kommunikation so zu gestalten Methoden zu entwickeln., dass sie trägt – klar, funktional, verbindend. Im Zentrum all dessen steht für mich: Nachbarschaft. Nicht als romantische Idee, sondern als konkret gelebte Verbindung – als kleinster, wirksamster Baustein für ein resilientes Miteinander. Sie ist mein Ausgangspunkt für echten Systemwandel: Weil sie Denken und Handeln verändert – und Nachhaltigkeit im Sozialen verankert, wo sie beginnt, Wirkung entfaltet und Ressourcenschonung selbstverständlich wird."

– Wilma S.

"Hallo, ich bin Marie, 28 Jahre alt, komme aus Frankreich und lebe seit fünf Jahren in Deutschland. Ich würde mich nicht als Expertin für Nachhaltigkeit bezeichnen, aber das Thema beschäftigt mich, und ich versuche, mein Verhalten Schritt für Schritt bewusster zu gestalten.

Für mich heißt das: z.B. weniger konsumieren, auf regionale und saisonale Produkte achten, Plastik vermeiden und wenn möglich auf Flugreisen. Auch wenn es nur kleine Veränderungen sind, glaube ich, dass sie etwas bewirken können. Und wenn wir alle so handeln, kann das eine starke Wirkung haben.

Es braucht auch klare politische Maßnahmen, Investitionen in nachhaltige Technologien und Bildung. Junge Menschen sollten früh lernen, was verantwortungsvolles Handeln für die Umwelt bedeutet. Deshalb braucht es auch Menschen, die als Vorbilder und Sprachrohr für alle Menschen fungieren. Wenn sie früh verstehen, worum es geht, können sie das Gelernte weitergeben und langfristig etwas verändern.
Auch Unternehmen spielen dabei eine zentrale Rolle – zum Beispiel, indem sie nicht nur darüber sprechen, sondern konkret handeln: durch umweltfreundliche Produktionsprozesse oder klimaneutrale Lieferketten.

Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch Respekt gegenüber den Ressourcen und den kommenden Generationen. Ich habe zwar keine Kinder, aber eine Nichte – und manchmal macht mir die Zukunft Angst. Trotzdem hoffe ich, ihr eine Welt zu hinterlassen, in der sie gut leben kann.
Danke, dass wir unsere Meinung sagen dürfen. Ich bin gespannt auf die nächsten Schritte."

– Marie, 28

"Als IDG (Inner Development Goals) Ambassador und Achtsamkeits-Coach weiß aus ich auch aus eigener Erfahrung, das Veränderung den meisten Menschen nicht leicht fällt, vor allem wenn dafür lieb gewonnene Dinge losgelassen werden müssen. Veränderungen hat immer zunächst etwas mit mir selbst zu tun, meinem „mir Bewusstsein“, meiner Rolle, meiner inneren Bereitschaft einen Beitrag leisten zu wollen. Globale Herausforderungen, einschließlich der Nachhaltigkeit, erfordern eine innere Entwicklung, um externe Lösungen zu ergänzen, da es sich nicht um technische, sondern um "adaptive Herausforderungen" handelt.

Der schleppende Fortschritt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG’s) zeigt, das wir derzeit nicht in der Lage sind die "adaptiven Probleme" der Welt, wirksam und zeitnah anzugehen, auch weil uns die notwendigen individuellen und kollektiven inneren Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen. Verwandte Forschungen haben gezeigt, dass die inneren Dimensionen des Menschen, zu denen unsere individuellen und kollektiven Überzeugungen, Werte, Weltanschauungen und die damit verbundenen inneren Fähigkeiten und Fertigkeiten gehören, tiefe Hebel für Veränderungen sind. Sie hat gezeigt, dass die Bedrohungen und Krisen, mit denen wir konfrontiert sind, in Wirklichkeit ein Spiegelbild einer inneren, menschlichen Krise sind. Sie hat deutlich gemacht, dass diese innere Krise auf einer zunehmenden Trennung von sich selbst, anderen und der Natur beruht und dass diese Trennung ein integraler Bestandteil des modernen Lebens ist.

Das heißt wir müssen wieder mehr über uns selbst erfahren, in Verbindung treten mit der Natur und Anderen die uns neue Perspektiven eröffnen, Dinge neu zu entdecken oder mit neuen Augen und vor allem auch mit dem Herzen zu sehen. Naturbasiertes Lernen kann hier ein Schlüssel sein, von Lösungen die die Natur in ihren Selbstheilungskräften und ihrer Regenerierung seit Jahrtausenden praktiziert auf unser eigenes Leben und Handeln zu übertragen.

Es gibt eine wachsende Gemeinschaft von Wissenschaftler*innen, die zusammen mit Pädagog*innen und Praktiker*innen ein Feld des Wandels und Praxisgemeinschaften geschaffen haben, die einen Wandel hin zu einer neuen Nachhaltigkeitsgeschichte/einem neuen Paradigma unterstützen. Die Inner Development Goals Organisation ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Akteur.
Inner Development Goals (IDGs) ist eine Organisation, die sich darauf konzentriert, die Persönlichkeits- Entwicklung zu fördern. Wir erforschen, sammeln, kommunizieren und moderieren in Events zu wissenschaftlich fundierten Fähigkeiten und Qualitäten, die uns helfen, ein zielgerichtetes, nachhaltiges und produktives Leben zu führen. Wir freuen uns gemeinsam mit Dir einen Beitrag zu leisten."

– Klaus M., IDG Köln/Bonn

Um eine nachhaltige und integrative Zukunft zu gestalten, müssen wir uns stärker dafür einsetzen, Nachhaltigkeit für alle zugänglich zu machen. Das bedeutet, dass wir Prozesse entwickeln müssen, bei denen jede Stimme wirklich zählt und bei denen die Gemeinschaften die Macht und die Mittel haben, die Lösungen zu gestalten, die ihr Leben betreffen.

In der Praxis bedeutet es, Räume zu schaffen, in denen Menschen zusammenkommen können, um ihre Sichtweisen offen und ehrlich auszutauschen - auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind -, ohne Angst vor Verurteilung oder Herablassung. Es bedeutet, Fragen mit Neugier statt mit Annahmen zu stellen, zuzuhören, um zu verstehen, und das Wissen und die Erfahrung anzuerkennen, die jede Person mitbringt.

Es bedeutet auch, die Menschen dort abzuholen, wo sie sind: ihre tägliche Realität, ihre Werte und das, was sie realistischerweise beitragen können, zu verstehen.

- Flandra S. (aus dem Englischen übersetzt)

 

 

 

 

 

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